Ein Dichter braucht
nicht viel zum Leben.
Ein funktionstüchtiger Stift und ein Blatt Papier von anständiger Grösse genügen ihm in den meisten Situationen.
Ein funktionstüchtiger Stift und ein Blatt Papier von anständiger Grösse genügen ihm in den meisten Situationen.
Ein Dichter braucht
nicht viel zu Essen.
Er lebt von Äpfeln, Kiwis und getrockneten Trauben, die ihn mit ihrer Einfachheit nicht von seinen schwirrenden Gedanken ablenken. Manchmal dürstet ihm nach etwas Käse oder einem Stückchen Schokolade. Doch eigentlich benötigt er nur eine Tasse schwarzen Kaffee, ohne Zucker und Milch, eiskalt oder dampfend heiss.
Er lebt von Äpfeln, Kiwis und getrockneten Trauben, die ihn mit ihrer Einfachheit nicht von seinen schwirrenden Gedanken ablenken. Manchmal dürstet ihm nach etwas Käse oder einem Stückchen Schokolade. Doch eigentlich benötigt er nur eine Tasse schwarzen Kaffee, ohne Zucker und Milch, eiskalt oder dampfend heiss.
Ein Dichter braucht
nicht viel Gesellschaft.
Am liebsten sitzt er in tiefster Nacht in seinem dunklen Kämmerchen und schreibt im Kerzenschein oder verliert sich in Werken seiner geschätzten Kollegen, mit denen er nur durch das geschriebene Wort spricht.
Am liebsten sitzt er in tiefster Nacht in seinem dunklen Kämmerchen und schreibt im Kerzenschein oder verliert sich in Werken seiner geschätzten Kollegen, mit denen er nur durch das geschriebene Wort spricht.
Ein Dichter braucht
nicht viel Geld.
Seine Imagination ist sein wertvollstes Gut, ohne sie könnte er die Steuern des
Lebens nicht bezahlen, ohne sie taumelte er sinnlos zwischen den Welten und
würde vergeblich nach einem Ort im Universum suchen, der für ihn bestimmt ist.
Ein Dichter braucht
nicht viel Schlaf.
Nur wenn seine Gedanken verrückt spielen, wenn sie ihn gegen die Welt und sich selbst aufhetzen, legt er sich hin, erstickt seine garstigen Widersacher und erhofft sich von ihrem Tod Träume, denn er liebt es, zu träumen. Und dies tut er unentwegt, selbst bei wachem Zustand, niemand kann die Träumereien aus ihm prügeln, und so schwebt er unentwegt in seiner eigenen kleinen Traumwelt.
Nur wenn seine Gedanken verrückt spielen, wenn sie ihn gegen die Welt und sich selbst aufhetzen, legt er sich hin, erstickt seine garstigen Widersacher und erhofft sich von ihrem Tod Träume, denn er liebt es, zu träumen. Und dies tut er unentwegt, selbst bei wachem Zustand, niemand kann die Träumereien aus ihm prügeln, und so schwebt er unentwegt in seiner eigenen kleinen Traumwelt.
Ein Dichter braucht
nicht viel Sonnenschein.
In seinem Herzen scheint diese Sonne schon, ihr glänzendes Licht strahlt aus seinen Augen, singt die wundervollsten Balladen, wenn er den Mund öffnet. Selbst wenn die tatsächliche Sonne schon tagelang keine Strahlen auf die Oberfläche der Erde geworfen hat, schenkt er seinen Figuren ihre Lebenswärme und lässt somit auch sich selbst nicht in Dunkelheit umher irren.
In seinem Herzen scheint diese Sonne schon, ihr glänzendes Licht strahlt aus seinen Augen, singt die wundervollsten Balladen, wenn er den Mund öffnet. Selbst wenn die tatsächliche Sonne schon tagelang keine Strahlen auf die Oberfläche der Erde geworfen hat, schenkt er seinen Figuren ihre Lebenswärme und lässt somit auch sich selbst nicht in Dunkelheit umher irren.
Ein Dichter braucht
kein Mädchen.
Vielleicht von Zeit zu Zeit samte Lippen auf den seinigen, doch Beziehungen führt er nur mit seinen eigens kreierten, vollendeten Figuren, die nur die Worte aussprechen, die er ihnen selbst in den Mund gelegt hat, die die Gedanken in sich tragen, von denen auch er heimgesucht wird, die Figuren, die er so gut kennt, weil sie aus seinem eigen Fleisch und Blut entsprangen, die Figuren, die ihn in seiner Einsamkeit mit ihrer fiktiven Anwesenheit unterhalten.
Ein Dichter weiss, dass kein sterbliches Wesen seinen Kreationen das Wasser reichen kann.
Vielleicht von Zeit zu Zeit samte Lippen auf den seinigen, doch Beziehungen führt er nur mit seinen eigens kreierten, vollendeten Figuren, die nur die Worte aussprechen, die er ihnen selbst in den Mund gelegt hat, die die Gedanken in sich tragen, von denen auch er heimgesucht wird, die Figuren, die er so gut kennt, weil sie aus seinem eigen Fleisch und Blut entsprangen, die Figuren, die ihn in seiner Einsamkeit mit ihrer fiktiven Anwesenheit unterhalten.
Ein Dichter weiss, dass kein sterbliches Wesen seinen Kreationen das Wasser reichen kann.
Von alledem braucht ein
Dichter nichts.
Und dennoch ist er König, denn er regiert die Welt.
Hinter dem nächtlichen Vorhang zieht er die Fäden des Lebens, lässt die Menschen auf Glatteis ausrutschen oder verpasst ihnen die Fähigkeit, sich aus der Schlinge um den Hals zu winden, verursacht Dinge, die den Menschen als vermeintliches Schicksalsschläge begegnen, doch es bedarf des ersten Sonnenscheines eines Tages, um dem Dichter gewahr zu machen, dass er sich schlussendlich nur in seiner eigenen kleinen Fantasiewelt als Wächter behauptet hat und sich der reale Schauplatz jedes Lebens unbeeindruckt von des Dichters Willen dreht, wie es ihm gefällt.
Und dennoch ist er König, denn er regiert die Welt.
Hinter dem nächtlichen Vorhang zieht er die Fäden des Lebens, lässt die Menschen auf Glatteis ausrutschen oder verpasst ihnen die Fähigkeit, sich aus der Schlinge um den Hals zu winden, verursacht Dinge, die den Menschen als vermeintliches Schicksalsschläge begegnen, doch es bedarf des ersten Sonnenscheines eines Tages, um dem Dichter gewahr zu machen, dass er sich schlussendlich nur in seiner eigenen kleinen Fantasiewelt als Wächter behauptet hat und sich der reale Schauplatz jedes Lebens unbeeindruckt von des Dichters Willen dreht, wie es ihm gefällt.
Ein Dichter braucht
nicht viel zum Leben.
Denn er selbst spielt nicht die Hauptrolle in ihm. Er opfert seine gesamte Aufmerksamkeit seinen Schützlingen, seinen Kindern, liebt sie, wie sie dastehen, schwarz auf weiss, für die Ewigkeit auf Papier gehämmert.
Denn er selbst spielt nicht die Hauptrolle in ihm. Er opfert seine gesamte Aufmerksamkeit seinen Schützlingen, seinen Kindern, liebt sie, wie sie dastehen, schwarz auf weiss, für die Ewigkeit auf Papier gehämmert.
Sie sind das Einzige,
auf das er nicht verzichten kann.
Schwarz auf weiss, für die Ewigkeit auf Papier gehämmert. (Ich höre das Hämmern, es ist angenehm!)
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