…
Yeah, she loves you Leon, yeah, she loves you Leon Leon
Yeah, she loves you Leon, yeah, she loves you Leon Leon
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Yeah, she loves you Leon, yeah, she loves you Leon Leon
Yeah, she loves you Leon, yeah, she loves you Leon Leon
…
Sie liebt dieses Lied, hört es rauf und runter, den ganzen
lieben langen Tag, die ganze dunkle, düstere Nacht. Sie sitzt still da und lässt
es in ihre klangsüchtigen Ohren rauschen. Sie tanzt in ihrem Zimmer. Sie tanzt
draussen in der Dunkelheit, sie tanzt, wenn es regnet, wenn es schneit. Die
Lyrics hämmern sich in ihren Schädel, verfolgen sie in ihren Träumen. Sie hört
nichts anderes mehr. Denn sie liebt ihn. Und er weiss es nicht.
Sie mag die Art, wie er dasteht. Einfach so, ganz unkompliziert. Er macht sich keine Gedanken darüber, ob seine Jacke sitzt oder seine Frisur stimmt, zumindest scheint es so, als wären ihm diese Dinge, auf die alle anderen Wert legen, egal. Er redet nicht viel. Doch er weiss genau, was er zu erzählen hat, diese gewissen Dinge. Nur schreibt er sie auf. Aussprechen tut er sie nie. Die Ohren, die auf seine Worte stiessen, würden sie nicht gebührend schätzen, dessen ist er sich sicher. Doch die Augen, die seine Zeilen aufsaugen, die wissen, was er sagen will. Und darum ist das gut so mit dem Schreiben. Er sagt nie was.
Sie mag die Art, wie er dasteht. Einfach so, ganz unkompliziert. Er macht sich keine Gedanken darüber, ob seine Jacke sitzt oder seine Frisur stimmt, zumindest scheint es so, als wären ihm diese Dinge, auf die alle anderen Wert legen, egal. Er redet nicht viel. Doch er weiss genau, was er zu erzählen hat, diese gewissen Dinge. Nur schreibt er sie auf. Aussprechen tut er sie nie. Die Ohren, die auf seine Worte stiessen, würden sie nicht gebührend schätzen, dessen ist er sich sicher. Doch die Augen, die seine Zeilen aufsaugen, die wissen, was er sagen will. Und darum ist das gut so mit dem Schreiben. Er sagt nie was.
Morgens sitzt er schon im Bus, wenn sie einsteigt. Der Platz
neben ihm ist immer frei. Sie könnte sich neben ihn setzen. Ihm ein nettes
Lächeln schenken. Sich bei ihm vorstellen. Ihn irgendetwas fragen. Hauptsache seine
Stimme zum Ertönen bringen und ihrem fremden Klang lauschen. Ihn Dinge fragen,
ihm zuhören, seine Worte aufsaugen, in seine Welt versinken. Sie ist sich
sicher, dass er die Welt auf wundersamer Weise sieht. Auf magischer Weise. Sie
würde ihn dazu bringen, ihr seine imaginäre Brille aufzusetzen, um die Welt durch
seine Augen zu sehen, besser zu verstehen, jede Busfahrt, jeden Tag ein
Stückchen mehr. Wenn sie sich neben ihn setzen würde. Aber sie tut es nicht.
Denn sie weiss nicht, was er denkt. Sie weiss nicht, was er will. Aber sie
weiss, dass er nicht mit anderen Menschen redet. Vielleicht, weil er sich nicht
traut. Vielleicht, weil er nicht weiss, was er sagen soll. Vielleicht, weil er
mit Menschen nicht umgehen kann. Vielleicht aber auch, weil er sich einfach zu
schade dafür ist. Wahrscheinlich ist er ein arrogantes Arschloch. Doch das wird
sie nie erfahren. Denn sie kann den Mut nicht aufbringen, ihren Hintern zu ihm
zu schwingen. Sie hat Angst vor seiner Abweisung, die alle ihre Träumereien in
sekundenschnelle in Schutt und Asche legen würde. Aber eben. Wahrscheinlich ist
er ein arrogantes Arschloch. Und trotzdem, oder vielleicht genau deswegen zieht
er ihr Interesse auf unangenehmer, unterschwellig aufdringlicher Weise an. Sie
mag Geheimnisse. Er bewahrt viele von ihnen in seinem Geiste. Sie ist
fasziniert von ihnen. Und will sie alle lüften. Doch sie kann ihre Angst davor,
dass das Feuer in seinen Augen nicht für sie brennt, nicht überwinden. Jede
Nacht weint sie ihrem fehlenden Mut nach, ihrem verlorenen Vertrauen in die
Welt, das sich vor Jahren verdünnisiert hat und sie verflucht ihre
Schüchternheit, ihre verdammte Schüchternheit.
Anderen mag er kaum auffallen. Und niemand fällt ihm auf. Nur ihr, ihr schenkt er es manchmal, ganz selten, diesen einen Blick, wissend, was ihr sehnlichster Wunsch ist, wissend, was sie denkt, was sie fühlt, diesen Blick, und das Zwinkern, das brennt, brennt wie Feuer. Und dieses Feuer, dieses kurze, elektrisierende Gefühl, es reicht aus.
Es sind starke Worte, sie weiss es. Doch es ist so. Und darum benutzt sie sie.
Sie liebt ihn.
Und er weiss es nicht. Er wird es nie wissen. Denn er ist gesprungen. Vor einem Jahr. Und seit dem tanzt sie.
Anderen mag er kaum auffallen. Und niemand fällt ihm auf. Nur ihr, ihr schenkt er es manchmal, ganz selten, diesen einen Blick, wissend, was ihr sehnlichster Wunsch ist, wissend, was sie denkt, was sie fühlt, diesen Blick, und das Zwinkern, das brennt, brennt wie Feuer. Und dieses Feuer, dieses kurze, elektrisierende Gefühl, es reicht aus.
Es sind starke Worte, sie weiss es. Doch es ist so. Und darum benutzt sie sie.
Sie liebt ihn.
Und er weiss es nicht. Er wird es nie wissen. Denn er ist gesprungen. Vor einem Jahr. Und seit dem tanzt sie.
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She loves you Leon
She loves you Leon
Sie liebt dich Leon.
Sie liebt dich.
Leo.
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